Die SOS-Kinderdorf sind seit Jahrzehnten im Libanon aktiv.
Die Mitarbeiter von SOS-Kinderdorf vor Ort analysieren aktuell die Lage vor Ort, um betroffenen Familien und Kindern schnell und effizient helfen zu können. "Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren: Wir werden Notunterkünfte errichten, die Versorgung von Familien, die bei der Explosion alles verloren haben, sicherstellen und psychologische Hilfe bereitstellen", sagt Arsanios Dirani.
Explosion in Beirut

Schlimmer als im Krieg!

Bereits vor der Coronakrise und der Explosion in der Hauptstadt lebten Familien und Kinder im Libanon am Abgrund: Die Wirtschaft vor dem Kollaps, die medizinische Versorgung und die Nahrungsmittelsicherheit schlecht, viele von Armut und Hunger bedroht.

"Aber die Explosion lässt eine ohnehin dramatische Lage eskalieren. Der Schock der Menschen in Beirut sitzt tief. Die Lage ist fragil und sie wissen nicht was sie als nächstes erwartet, weil der Grund für die Explosion nicht klar ist: Unruhen, weitere Explosionen oder sogar Krieg? Die Menschen sind doch schon durch den langen Bürgerkrieg vorbelastet", sagt Afifa Arsanios Dirani, Präsidentin der SOS-Kinderdörfer im Libanon.

"Unsere grösste Sorge gilt den Familien und Kindern, die in Hafennähe und im Stadtgebiet leben. Die Explosion hat die Menschen hier in tiefe Unsicherheit gestürzt. Das müssen sie zusätzlich zur schweren ökonomischen Krise und den COVID-Massnahmen erst einmal verkraften - der Libanon ist für diesen weiteren Schlag nicht gewappnet", so Arsanios
Dirani weiter.

SOS-Kinderdorf startet Nothilfe in Beirut

Die SOS-Kinderdörfer sind seit Jahrzehnten im Libanon aktiv. Dennoch sagt Arsanios Dirani: "Wir haben den Bürgerkrieg in Beirut erlebt. Die Strassenschlachten und Bomben. Aber eine Explosion wie diese noch nie."

Die Helfer analysieren aktuell die Lage vor Ort, um betroffenen Familien und Kindern schnell und effizient helfen zu können. "Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren: Wir werden Notunterkünfte errichten, die Versorgung von Familien, die bei der Explosion alles verloren haben, sicherstellen und psychologische Hilfe bereitstellen", sagt Arsanios Dirani. Spätestens
nächste Woche solle die Nothilfe beginnen. "Der Libanon ist schwer angeschlagen, auch wir können nicht allen helfen. Deshalb werden wir uns auf das besinnen, was wir am besten können - Familien und Kinder zu beschützen."

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