Corona-Krise in Afrika – März 28 2020

Für viele Kinder entfällt wegen Schulschliessungen die einzig warme Mahlzeit pro Tag!

Die Corona-Pandemie hat Afrika erreicht. In vielen Ländern schliessen Grenzen und Schulen. Das heisst für viele Kinder, dass sie keine warme Mahlzeit mehr erhalten. Doch das ist nur der Anfang. Die Pandemie und ihre wirtschaftlichen Folgen werden Armut und Hunger auf dem Kontinent verschärfen. Kinder und Familien trifft dies besonders hart.

Die SOS-Kinderdörfer in Afrika rüsten sich gegen die Corona-Pandemie. In vielen Ländern haben wir Erfahrung mit Krisen und Epidemien/Pandemien wie z.B. Ebola und HIV/Aids. Innerhalb kurzer Zeit haben unsere SOS-Mitarbeiter vor Ort Notfallpläne aufgestellt.  Es gilt umgehend zu handeln, um Kinder, Familien und Mitarbeiter zu schützen. Doch Sofortmassnahmen zur Eindämmung des Virus reichen nicht aus. Denn die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie drohen den Kontinent im Kampf gegen Armut und Hunger um Jahre zurückzuwerfen.

Wir werden Afrikas Kinder nicht im Stich lassen - so hilft SOS-Kinderdorf:

Aufklärung und Prävention: Um die Ausbreitung des Corona-Virus einzudämmen, sind Aufklärung und Prävention das Gebot der Stunde. SOS-Mitarbeiter informieren Kinder, Familien und Gemeinden, wie sie sich vor Infektionen schützen können, z.B. durch Händewaschen und sozialen Abstand. Familien werden zudem mit Hygieneartikeln und Reinigungsmitteln versorgt.

Medizinische Versorgung: Medizinische SOS-Zentren versorgen Kranke und unterstützen die lokale Gesundheitssysteme: Pfleger und Ärzte erhalten Schutzkits – essentiell um den Betrieb während der Corona-Pandemie aufrechterhalten zu können. Mitarbeiter werden geschult, um Corona-Infektionen mit Labortests nachweisen zu können. Wir richten  Isolierstationen für Kranke ein. Mobile SOS-Gesundheitsteams stehen bereit, um Familien und Gemeinden in Quarantäne zu versorgen. Darüber hinaus erhalten Familien in Not finanzielle Unterstützung, um ihnen Zugang zur lokalen medizinischen Versorgung zu ermöglichen.

Grundbedürfnisse sichern und Hilfe zur Selbsthilfe: Die Einkommen vieler Familien brechen weg, Nahrungsmittelpreise werden steigen, Kinder hungern.  Immer mehr Familien werden aufgrund der wirtschaftlichen Krise Unterstützung benötigen, um ihre Kinder zu versorgen. Die SOS-Kinderdörfer unterstützen Familien, die akut vom Zerbrechen bedroht sind, als erstes durch Lebensmittel.

Im nächsten Schritt werden Eltern zur Selbsthilfe befähigt: durch Fortbildung oder Mikrokredite für den Aufbau eines Kleingewerbes. So stärken wir Familien, damit sie ihren Kindern aus eigener Kraft eine Perspektive geben können.

Betreuung elternloser Kinder: Wir bauen unsere Betreuungsangebote aus für Kinder, die durch das Virus ihre Eltern verlieren, z.B. durch die Unterstützung von Pflegefamlien.

Helfen Sie mit, eine Tragödie abzuwenden!

Ihre Spenden lassen wir den SOS-Kinderdörfern in Eswatini (Swasiland), Guinea, Äthiopien, Somalia und in der Zentralafrikanischen Republik zukommen.