Dr. Mauro Pedrazzini, Gesellschaftsminister, übergab den Anerkennungspreis an Michelle Posch (Clinicum Alpinum) und Magdalena Frommelt (SOS-Kinderdorf Liechtenstein).
Anerkennungspreis für Chancengleichheit

Auszeichnung für SOS-Kinderdorf Liechtenstein

Gestern Abend wurde unser gemeinsames Projekt mit dem Clinicum Alpinum der "Mutter-Kind-Therapie" mit dem Anerkennungspreis für Chancengleichheit der Liechtensteinischen Regierung ausgezeichnet.

"Die psychische Gesundheit darf keine Kostenfrage sein": Unter diesem Motto steht das gemeinsame Projekt von SOS-Kinderdorf Liechtenstein und dem Clinicum Alpinum, welches gestern Abend mit dem Anerkennungspreis für Chancengleichheit ausgezeichnet wurde.

Rund 10% der Mütter sind im ersten Jahr nach der Geburt ihres Kindes von einer Depression betroffen. Dabei geht es nicht um den "Baby Blues", den viele Frauen in den ersten Tagen nach der Geburt kennen. Es geht um eine ernstzunehmende Krankheit, welche weitreichende Folgen haben kann, wenn sie nicht behandelt wird.

Wohin aber mit dem Baby, falls eine stationäre Therapie notwendig ist? Die meisten Mütter können und wollen sich nicht 2-3 Monate vom Baby trennen. Organisatorisch ist dies meist auch gar nicht möglich. So bestehen im Clinicum Alpinum darum spezielle Familienzimmer für Mutter-Kind-Therapieplätze. Die Mutter kann das Baby während der Therapiedauer bei sich haben.

Da die Krankenkassen jedoch die Betreuungskosten für die Kinder nicht bezahlen, ist diese Art der Therapie nur Familien vorbehalten, welche sich diese Kosten von rund CHF 6'500 leisten können. Hier springt SOS-Kinderdorf ein: Es soll allen Müttern und Familien die Chance gegeben werden, diese Krankheit behandeln zu lassen, egal, welche finanziellen Mittel die Eltern haben. Wir übernehmen daher dank Spenderinnen und Spendern diese Betreuungskosten für das Kind.

Wir sind tief überzeugt, dass das Geld hier gut eingesetzt ist, um langfristige negative Folgen für das Kind, die Mutter und die gesamte Familie zu verhindern.

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