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SOS-Kinderdorf leistet Nothilfe für Kinder und Familien
Erdbeben in Venezuela

SOS-Kinderdorf leistet Nothilfe in Venezuela

Am 24. Juni 2026 erschütterten zwei schwere Erdbeben den Norden Venezuelas, gefolgt von rund 700 Nachbeben. SOS-Kinderdorf leistet Nothilfe für betroffene Kinder, Jugendliche und Familien.

Ein sicheres Zuhause, sauberes Wasser, ein Schulweg, der jeden Morgen gleich beginnt: Für viele Kinder in Venezuela war das bis vor Kurzem selbstverständlich. Innerhalb weniger Stunden verändert sich das grundlegend, als am 24. Juni 2026 zwei schwere Erdbeben den Norden des Landes treffen. Rund 700 Nachbeben folgen in den Tagen danach.

Zerstörte Schutzräume und Städte

Sieben Bundesstaaten sind besonders betroffen, mit massiven Schäden an Wohnhäusern, Krankenhäusern, Schulen und Versorgungssystemen. Bislang zählt man mindestens 3'300 Todesopfer, mehr als 11'000 Verletzte und fast 13'000 Vertriebene. Über 2'500 Infrastruktureinrichtungen wurden beschädigt, darunter der internationale Flughafen und ein wichtiger Seehafen bei Caracas. Das erschwert die Hilfslieferungen zusätzlich.

Rund 1,8 Millionen Menschen benötigen sofort humanitäre Hilfe, darunter 680'000 Kinder. Insgesamt gelten 6,8 Millionen Menschen als gefährdet. Kinder tragen die grösste Last: Schutzstrukturen sind zerstört, viele erleben Gewalt, Vernachlässigung und psychische Belastungen. Manche sind von ihrer Familie getrennt, in einem Land, dessen humanitäre Lage bereits vor der Katastrophe angespannt war.

Schutz, Zusammenhalt, ein Weg zurück in den Alltag

SOS-Kinderdorf baut Schutzräume auf, führt getrennte Familien zusammen und verteilt Notfall-Kits mit Lebensmitteln, Hygieneartikeln und Wasser. Medizinische Versorgung, provisorische Lernorte und psychosoziale Gruppenangebote helfen Kindern, wieder Halt zu finden. Wo möglich, unterstützen Starthilfe-Pakete und Trainings Familien dabei, ihre Existenz wieder aufzubauen.

Möglich wird das durch eine langjährige Präsenz vor Ort: SOS-Kinderdorf ist seit 1978 in Venezuela aktiv, betreibt drei SOS-Kinderdörfer und zwei Familienstärkungsprogramme in Caracas und erreicht darüber regelmässig rund 2'000 Kinder und ihre Familien. Diese Verankerung erlaubt es, in der aktuellen Krise rasch zu reagieren.

Das Projekt läuft über 24 Monate und erreicht 7'680 Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Damit Schutz, Nahrung und Bildung für betroffene Kinder in Venezuela weiterhin möglich bleiben, ist Unterstützung gefragt.

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